Förderschulen erhalten – Inklusion stärken

Förderschulen erhalten – Inklusion stärken

Die Beschulung an der Förderschule Lernen soll für den Übergang weiter möglich sein. Eine entsprechende Schulgesetz-Änderung brachten SPD und CDU in Hannover auf den Weg. Damit kann die Janusz-Korczak-Schule in Zeven weiterarbeiten, erklärt der CDU-Landtagsabgeordnete Marco Mohrmann gegenüber der Presse.

„Mit unserem Gesetzentwurf wollen wir die Einschulung in die 5. Klasse der Förderschule Lernen für das kommende Schuljahr wieder ermöglichen. Das verbessert nicht nur die Handlungsfähigkeit der Schulträger, sondern stärkt vor allem den Elternwillen und das Kindeswohl“, so Mohrmann. Die Förderschule Lernen werde damit bis zum Schuljahr 2027/28 verlängert. „Wir machen Inklusion mit Augenmaß, denn durch die so gewonnene Zeit können Lehrkräfte besser als bislang auf inklusive Bildung vorbereitet werden“, so der CDU-Politiker.

Marco Mohrmann besuchte die Janusz-Korczak-Schule in Zeven, um sich vor Ort ein Bild davon zu machen, was die Schulleitung von der Landespolitik er-wartet. Mit Förderschulleiter Frank Beckmann und seiner Stellvertreterin Monika Bammann erörterte Mohrmann den Gesetzentwurf, der jetzt in die erste Beratung geht und bis Ende Februar beschlossen werden soll und ließ sich vom Schulalltag berichten. Die Janusz-Korczak-Schule ist Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen und darüber hinaus auch die einzige Sprachheilschule im Landkreis. „Die Pädagogen leisten hier hervorragende Arbeit. Mit Hilfe der Lehrkräfte im Mobilen Dienst und klugen Konzepten treiben sie aktiv die Umsetzung der Inklusion an allen unseren Schulen voran. Nun gilt zu schauen, wie sich der tatsächliche Bedarf vor Ort für eine Einschulung in die 5. Klasse zum Schuljahr 2018/2019 darstellt!“ so Mohrmann abschließend.

„Ein weiterer wichtiger Punkt der Gesetzesnovelle ist die Möglichkeit der flexibleren Einschulung. Damit wird dem individuellen Entwicklungsstand des Kindes mehr Rechnung getragen“, so der CDU-Landtagsabgeordnete. Mit einem Einschulungskorridor vom 1. Juli bis zum 30. September haben Eltern nun mehr die Möglichkeit, zu entscheiden, ob ihr Kind schon kurz vor oder kurz nach Vollendung des sechsten Lebensjahres in die Schule komme oder noch ein Jahr zu Hause beziehungsweise im Kindergarten bleibe, so Mohrmann. „Starre Stichtage für die Einschulung wird es ab diesem Jahr nicht mehr geben.“ Gleichzeitig werde auf ein kompliziertes Antragsverfahren für die Rückstellung verzichtet. „Wir wollen eine unkomplizierte Meldelösung statt eines Antragsverfahrens“, betont Mohrmann. Die Kommune prüfe lediglich das Geburtsdatum und stelle das Kind dann für ein Jahr zurück.