Schweinehalter brauchen Perspektiven

Schweinehalter brauchen Perspektiven

Mit Jörn Gerken habe ich mich bei einem Rundgang durch seinen Stall unterhalten. Er hat bereits viel Zeit und Geld in mehr Tierwohl für seine Tiere investiert und das sieht man sofort. Trotzdem berichet er mir über die Sorgen und Nöte, die ihn und seine Familie, aber auch alle anderen Landwirtsfamilien derzeit umtreibt.

Die massiven und so noch nicht da gewesenen Störungen der Schweinemärkte unter anderem als Auswirkungen der Corona-Krise machen vielen Betrieben sehr stark zu schaffen. Die Erlössituation ist miserabel. Darunter leiden aber auch die vor- und nachgelagerten Bereiche, besonders im ländlichen Raum.

Die Familien benötigen dringend eine sichere Perspektive.

Damit die von Handel und Gesellschaft viel diskutierten höheren Tierwohlanforderungen überhaupt ermöglicht werden können, bedarf es eines neuen Baurechts- und Finanzierungskonzeptes. Für mich und die Schweinehalter gehört ein verpflichtender Herkunftsnachweis dazu, damit sich Handel und Verbraucher bewusst für „5xD“ (in Deutschland geboren, aufgezogen, gemästet, geschlachtet und verarbeitet) entscheiden können.

Kommt dies nicht, wandert die Tierhaltung in andere Länder. Dies nützt weder den Tieren noch uns Menschen.