Der niedersächsische Landtagsabgeordnete Marco Mohrmann aus Rhadereistedt.

Aktenvorlage in der LabüN-Förderaffäre beschlossen

„Landesregierung muss jetzt zügig liefern und aufklären“

Zu dem Beschluss im Umweltausschuss über die von der CDU-Fraktion beantragten Aktenvorlage rund um die offenbar rechtswidrige Förderpraxis für das Landesbüro für Naturschutz (LabüN) äußern sich die umweltpolitische Sprecherin sowie der agrarpolitische Sprecher, Verena Kämmerling und Dr. Marco Mohrmann, wie folgt:

„Es ist ein alarmierendes Zeichen, dass wir als Opposition überhaupt erst eine Aktenvorlage beantragen mussten, um Klarheit über mehr als zehn Jahre fragwürdiger Förderpraxis zu bekommen. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik leidet massiv, wenn immer wieder derartige ‚Affären‘ aufploppen – von dubiosen Förderstrukturen bis hin zu Gehaltsaffären, in die die Spitzen der rot-grünen Landesregierung verwickelt sind“, erklärt Kämmerling.

„Der Landesrechnungshof hat in seinem Jahresbericht Rechtsverstöße und sogar den Verdacht strafbarer Handlungen klar benannt. Besonders brisant ist ebenfalls der Hinweis, dass Rückforderungen inzwischen verjährt sein könnten. Das muss jetzt schnell und lückenlos aufgeklärt werden. Da der grüne Umweltminister und der neue Ministerpräsident dieses für sie unangenehme Thema offenbar auf die lange Bank schieben und aussitzen wollen, machen wir von unserem Recht Gebrauch und verlangen die Vorlage sämtlicher Akten“, so Mohrmann.

„Gerade Olaf Lies müsste als heutiger Ministerpräsident und ehemaliger Umweltminister eigentlich ein besonderes Interesse daran haben, dass jetzt alles schleunigst und schonungslos offengelegt wird. Sein bisheriges Schweigen ist bezeichnend. Wer über Jahre in unserem Land in Verantwortung steht, darf jetzt nicht so tun, als ginge ihn die Aufarbeitung nichts an. Dass gleich zwei grüne und ein roter Umweltminister die fragwürdige Praxis jahrelang fortgeführt haben, zeigt, dass wir es mit einem massiven Politikversagen von Rot-Grün zu tun haben“, ergänzt Kämmerling.

Abschließend betont Mohrmann: „Wir erwarten, dass die Landesregierung die Akten jetzt so schnell wie möglich vollständig vorlegt. Eine Verzögerungs- und Salamitaktik der Landesregierung werden wir nicht mitmachen. Die Menschen in Niedersachsen und das Parlament haben Anspruch auf volle Transparenz – egal ob die Fehler unter einem grünen oder einem sozialdemokratischen Umweltminister gemacht wurden“.

Weitere Beiträge

Biogas und Biomethan: Verlässliche Perspektiven für Niedersachsen

Biogas ist für Niedersachsen sowohl energiepolitisch als auch wirtschaftlich von besonderer Bedeutung: Es stärkt durch zusätzliche Einkommens- und Wertschöpfungseffekte landwirtschaftliche Betriebe und folglich den gesamten ländlichen Raum; zugleich ist es als regelbarer, dezentral verfügbarer und systemdienlicher Energieträger ein wichtiger Baustein für Versorgungssicherheit und Netzstabilität.
Niedersachsen verfügt bereits heute über rund 1,6 Gigawatt installierte Biogasleistung. Nach Einschätzung von Branchenvertretern besteht darüber hinaus weiteres Potenzial in vergleichbarer Größenordnung, ohne dass zusätzliche Anlagen errichtet oder weitere Inputstoffe eingesetzt werden müssten. Diese Spielräume müssen erhalten und nutzbar gemacht werden. Die gegenwärtigen Rahmenbedingungen werden der strategischen Bedeutung von Biogas und Biomethan jedoch nicht gerecht. Maßgeblich ist dies auf energiepolitische Fehlsteuerungen der früheren Ampel-Koalition zurückzuführen. Trotz einzelner Nachbesserungen sind die Rahmenbedingungen weiterhin von übermäßiger, volatiler Regulierung und fehlender Investitionssicherheit geprägt.
Erforderlich sind nun verlässliche und praxistaugliche Regelungen, die bestehende Wirtschaftlichkeit sichern sowie zugleich einen Beitrag zur Systemstabilität leisten.

Weiterlesen »

Niedrige Düngemittelmengen belegen verantwortungsvolles Handeln der Landwirtschaft

„Die aktuellen Zahlen zeigen erneut, dass die niedersächsischen Landwirtinnen und Landwirte verantwortungsvoll und mit Augenmaß düngen. Der Einsatz stickstoffhaltiger Düngemittel liegt bereits im vierten Jahr in Folge deutlich unter den gesetzlich zulässigen Obergrenzen. Beim Gewässerschutz sind Niedersachsens Landwirtsfamilien in den vergangenen Jahren also erheblich in Vorleistung gegangen“, so äußert sich Dr. Marco Mohrmann zum Nährstoffbericht 2024/2025 der Landwirtschaftskammer. Für den agrarpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion in Niedersachsen sei es richtig, dass der Bund mit Hochdruck an der Umsetzung des Verursacherprinzips im Düngerecht arbeitet. Ziel müsse sein, die bestehenden Regelungen stärker an den tatsächlichen Belastungen auszurichten und Landwirtinnen und Landwirten dort mehr Handlungsspielraum zu geben, wo die Datenlage dies rechtfertigt.

Weiterlesen »

Dr. Marco Mohrmann

Dr. Marco Mohrmann

Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Bremervörde
CDU-Kreisverband Rotenburg

Lange Straße 23
27404 Zeven
Telefon: 04281 953 60 52
E-Mail: dialog@marco-mohrmann.de