Der niedersächsische Landtagsabgeordnete Marco Mohrmann aus Rhadereistedt.

Rote Gebiete: Keine weiteren Belastungen für unsere Landwirtschaft!

Dr. Marco Mohrmann: Wir brauchen endlich das Verursacherprinzip

Zur Unterrichtung der Landwirtschaftsministerin zum OVG-Urteil über „Rote Gebiete“ äußert sich Dr. Marco Mohrmann, der landwirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion:

„Dass die Landwirtschaft auch mit juristischen Mitteln gegen die Ausgestaltung der ‚Roten Gebiete‘ vorgeht, ist völlig verständlich. Wir brauchen endlich das Verursacherprinzip, damit die vielen Betriebe, die vollständig ordnungsgemäß düngen, aus den entsprechenden Auflagen entlassen werden. Ein pauschales Bestrafen der Landwirte über die Auflagen in den ‚Roten Gebieten‘ ist nicht nur fachlich falsch, sondern reduziert auch die Erntemengen und die Qualität der Produkte, was die gesamte Wertschöpfung im ländlichen Raum trifft. Der enorme Rückgang der Stickstoffdüngung zeigt, dass die Landwirte in Niedersachsen erheblich in Vorleistung gegangen sind. Landwirtschaftsministerin Staudte ist nun gefragt, die Vorgaben so zu überarbeiten, dass sie sowohl dem Grundwasserschutz als auch der Landwirtschaft sinnvoll gerecht werden. Wir dulden keine weiteren Belastungen für unsere Landwirtschaft und schon gar nicht den Rückfall auf eine deutlich vergrößerte Kulisse der ‚Roten Gebiete‘.“

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Biogas und Biomethan: Verlässliche Perspektiven für Niedersachsen

Biogas ist für Niedersachsen sowohl energiepolitisch als auch wirtschaftlich von besonderer Bedeutung: Es stärkt durch zusätzliche Einkommens- und Wertschöpfungseffekte landwirtschaftliche Betriebe und folglich den gesamten ländlichen Raum; zugleich ist es als regelbarer, dezentral verfügbarer und systemdienlicher Energieträger ein wichtiger Baustein für Versorgungssicherheit und Netzstabilität.
Niedersachsen verfügt bereits heute über rund 1,6 Gigawatt installierte Biogasleistung. Nach Einschätzung von Branchenvertretern besteht darüber hinaus weiteres Potenzial in vergleichbarer Größenordnung, ohne dass zusätzliche Anlagen errichtet oder weitere Inputstoffe eingesetzt werden müssten. Diese Spielräume müssen erhalten und nutzbar gemacht werden. Die gegenwärtigen Rahmenbedingungen werden der strategischen Bedeutung von Biogas und Biomethan jedoch nicht gerecht. Maßgeblich ist dies auf energiepolitische Fehlsteuerungen der früheren Ampel-Koalition zurückzuführen. Trotz einzelner Nachbesserungen sind die Rahmenbedingungen weiterhin von übermäßiger, volatiler Regulierung und fehlender Investitionssicherheit geprägt.
Erforderlich sind nun verlässliche und praxistaugliche Regelungen, die bestehende Wirtschaftlichkeit sichern sowie zugleich einen Beitrag zur Systemstabilität leisten.

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Niedrige Düngemittelmengen belegen verantwortungsvolles Handeln der Landwirtschaft

„Die aktuellen Zahlen zeigen erneut, dass die niedersächsischen Landwirtinnen und Landwirte verantwortungsvoll und mit Augenmaß düngen. Der Einsatz stickstoffhaltiger Düngemittel liegt bereits im vierten Jahr in Folge deutlich unter den gesetzlich zulässigen Obergrenzen. Beim Gewässerschutz sind Niedersachsens Landwirtsfamilien in den vergangenen Jahren also erheblich in Vorleistung gegangen“, so äußert sich Dr. Marco Mohrmann zum Nährstoffbericht 2024/2025 der Landwirtschaftskammer. Für den agrarpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion in Niedersachsen sei es richtig, dass der Bund mit Hochdruck an der Umsetzung des Verursacherprinzips im Düngerecht arbeitet. Ziel müsse sein, die bestehenden Regelungen stärker an den tatsächlichen Belastungen auszurichten und Landwirtinnen und Landwirten dort mehr Handlungsspielraum zu geben, wo die Datenlage dies rechtfertigt.

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Dr. Marco Mohrmann

Dr. Marco Mohrmann

Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Bremervörde
CDU-Kreisverband Rotenburg

Lange Straße 23
27404 Zeven
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E-Mail: dialog@marco-mohrmann.de