CDU-Mitglieder nominieren Marco Mohrmann für die Landtagswahl 2027
Marco Mohrmann ist seinem Wahlkreis eng verbunden und möchte ihn auch nach der Landtagswahl 2027 erneut im Niedersächsischen Landtag vertreten. Bei der Nominierungsveranstaltung der CDU im Elsdorfer Hof erhielt der 52-jährige Rhadereistedter dafür großen Rückhalt: Mit 100 Prozent der Stimmen nominierten ihn die CDU-Mitglieder für die Landtagswahl im September 2027 und ebneten ihm damit den Weg zu einer möglichen dritten Direktwahl in Folge.
In seiner Bewerbungsrede warb Mohrmann mit einem klaren Bekenntnis zu Leistung, Entbürokratisierung und einer Stärkung des ländlichen Raums um Unterstützung. Die CDU verfüge mit ihrer jüngeren und deutlich weiblicheren Landtagsfraktion sowie Landeschef Sebastian Lechner über gute Voraussetzungen, Niedersachsen wieder nach vorne zu bringen. „Ganz klar: Niedersachsen kann mehr“, betonte Mohrmann. Grundlage dafür sei der von der CDU entwickelte Niedersachsenplan mit konkreten Vorschlägen für Bildung, Wirtschaft, Sicherheit und die Zukunft des ländlichen Raums.
Fokus auf Bildung, Wirtschaft, Sicherheit und Stärkung des ländlichen Raums
Ein Schwerpunkt seiner Ausführungen lag auf der Bildungspolitik. Mohrmann sprach sich aus für verbindliche Sprachtests vor der Einschulung, mehr Schulsozialarbeit und eine gezielte digitale Bildung. Zudem unterstützt die CDU ein Handyverbot bis zur 10. Klasse. Die Abschaffung der Förderschulen Lernen bezeichnete Mohrmann als Fehler. Eltern sollten wieder die Wahlfreiheit zwischen inklusivem Unterricht und Förderschulen erhalten.
Zur Migrationspolitik erklärte Mohrmann, die Bundesregierung habe bei der Begrenzung der illegalen Migration von Tag 1 an wichtige Erfolge erzielt, was auch die Kommunen entlaste. Niedersachsen habe jedoch weiterhin Nachholbedarf. Rückführungen liefen zu langsam und zu unkoordiniert. Deshalb fordert die CDU die Einrichtung eines zentralen Dublin-Zentrums, das die Organisation von Ausreisen bündeln soll.
Konsequentere Bekämpfung der Clan-Kriminalität
Im Bereich der Inneren Sicherheit sprach sich Mohrmann für eine konsequentere Bekämpfung der Clan-Kriminalität aus. Die CDU fordert eine zentrale Ermittlungsstelle, erleichterte Vermögensabschöpfungen und einen besseren Datenaustausch zwischen Behörden. Außerdem setzt sie sich für ein neues Polizeigesetz sowie den verstärkten Einsatz von Videobeobachtung und elektronischen Fußfesseln ein. „Für uns steht fest: Opfer- und vor allem auch Kinderschutz geht vor Datenschutz“, sagte Mohrmann.
Ein zentrales Anliegen bleibt für ihn der Bürokratieabbau. Unternehmen, Landwirte, Pflegekräfte und Kommunen litten unter einem Übermaß an Vorschriften. Städte und Gemeinden sollten daher mehr finanzielle Mittel direkt über den kommunalen Finanzausgleich erhalten und eigenständig über deren Verwendung entscheiden können. In der Wirtschaftspolitik forderte Mohrmann einen landespolitischen Kurswechsel. „Was wir brauchen, ist mehr Zutrauen und Vertrauen statt Misstrauen und immer neuer Bürokratie“, sagte er.
Ein besonderes Anliegen ist für Mohrmann die Landwirtschaft. Er sprach sich für den Abbau landesspezifischer Sonderregelungen aus, die Genehmigungsverfahren verlängerten und Betriebe belasteten. Zugleich unterstrich er die Bedeutung der Land- und Forstwirtschaft für Wertschöpfung, Beschäftigung und die wirtschaftliche Stärke des ländlichen Raums.
Medizinische Versorgung als zentrales Zukunftsthema
Auch die medizinische Versorgung sieht Mohrmann als zentrales Zukunftsthema. Er schlägt mehr Medizinstudienplätze und ein Zulassungsverfahren vor, das neben Schulnoten stärker soziale Kompetenzen und praktische Erfahrungen berücksichtigt. Darüber hinaus könne ein Delegationsmodell nach dem Vorbild früherer Gemeindeschwestern dazu beitragen, Ärzte zu entlasten und die Versorgung im ländlichen Raum zu sichern.
Er verwies auf die umfangreiche Modernisierung des Bremervörder Krankenhauses, für die Land und Landkreis gemeinsam mehr als 46 Millionen Euro bereitgestellt haben. In diesem Zusammenhang dankte er Landrat Marco Prietz für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Prietz bedankte sich seinerseits in seinem Grußwort und betonte die hervorragende Zusammenarbeit auf allen politischen Ebenen. Besonders hob er Mohrmanns Nähe zu den Menschen hervor: „Trotz seines vollen Terminkalenders nimmt er sich stets die Zeit, zuzuhören und sich persönlich zu kümmern. Das verdient höchste Anerkennung.“
Politik für Heimat und ländlichen Raum
Auch die Bundestagsabgeordnete Silvia Breher würdigte die enge Zusammenarbeit mit Mohrmann und Prietz. In ihrem Vortrag zum Thema „Politik für Heimat und ländlichen Raum“ unterstrich die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat die Bedeutung der Land- und Ernährungswirtschaft. Diese sei eines der wirtschaftlichen Kraftzentren des ländlichen Raums. Angesichts der Herausforderungen komme es auf verlässliche politische Rahmenbedingungen an. Politik müsse gemeinsam mit den Betroffenen entwickelt werden, nicht über deren Köpfe hinweg.
Zugleich warb Breher für Optimismus. Trotz anstehender Reformen und wirtschaftlicher Herausforderungen gebe es allen Grund, positiv in die Zukunft zu blicken. „Unsere Aufgabe ist es jetzt, die Voraussetzungen zu schaffen, damit wir unsere Sozialsysteme wieder so ausgestalten können, dass sie dauerhaft funktionieren“, sagte Breher.












Fotos: Baraz