Mohrmann: Bei der Bekämpfung der Vogelgrippe braucht es Führung – kein Zögern der Landesregierung 

„Wer diese Lage herunterspielt, verunsichert Landkreise und Geflügelhalter“

„Wir erleben einen der schwersten Vogelgrippe-Ausbrüche seit Jahren und dennoch bleibt die Landesregierung erschreckend passiv“, erklärt Marco Mohrmann, agrarpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. „Wenn die Regierung zaudert, leiden Tiere und Landwirtschaft. Niedersachsen braucht entschlossenes Handeln – jetzt.“

Mohrmann verweist auf inzwischen 62 Ausbrüche in niedersächsischen Nutzgeflügelbeständen und nahezu 1,5 Millionen gekeulte Tiere: „Das ist eine enorme Belastung für Landwirte, die alles tun, um ihre Tiere zu schützen.“ Der Zusammenhang mit den Kranichzugwegen und der außergewöhnlich hohen Viruslast im Wildvogelbestand sei eindeutig: „Die Behauptung, die Krankheit komme aus den Ställen, ist fachlich falsch.“

Kritik übt Mohrmann vor allem an Agrarministerin Miriam Staudte. Ihre Aussage, es habe schon größere Ausbrüche gegeben, sei „brandgefährlich“. „Eine so hohe Infektiosität hatten wir noch nie. Wer diese Lage herunterspielt, verunsichert Landkreise und Geflügelhalter.“ Statt Führung habe die Ministerin zu spät reagiert, etwa bei der Aufstallpflicht oder bei der Ausnahmegenehmigung zur Tötung offensichtlich erkrankter Wildvögel: „Sie haben erst gehandelt, als der öffentliche Druck zu groß wurde.“

Für die kommenden Wochen fordert Mohrmann eine klare Linie: Bekenntnis der Landesregierung zu einer landesweiten Aufstallpflicht und regionalen Wiedereinstallungsverboten, Förderprogramme für Zuluftreinigungen und echte Unterstützung für betroffene Betriebe. Zudem müsse es endlich Bewegung bei der Umnutzung von Puten- zu Hähnchenställen geben.

Mohrmann abschließend: „Als Landwirtschaftsministerin sind Sie auch Wirtschaftsministerin des ländlichen Raums. Es ist höchste Zeit, dass Sie diesem Anspruch gerecht werden.“

Foto: Pixabay/Röhrs

Weitere Beiträge

Mit Rückenwind den Kurswechsel einleiten

Marco Mohrmann ist seinem Wahlkreis eng verbunden und möchte ihn auch nach der Landtagswahl 2027 erneut im Niedersächsischen Landtag vertreten. Bei der Nominierungsveranstaltung der CDU im Elsdorfer Hof erhielt der 52-jährige Rhadereistedter dafür großen Rückhalt: Mit 100 Prozent der Stimmen nominierten ihn die CDU-Mitglieder für die Landtagswahl im September 2027 und ebneten ihm damit den Weg zu einer möglichen dritten Direktwahl in Folge.

Weiterlesen »

Vom Maßregelvollzug bis zur Jugendherberge

Mit sechs Stationen innerhalb weniger Tage führte die diesjährige Sommertour der CDU-Landtagsabgeordneten im Elbe-Weser Bezirksverband, darunter Eike Holsten und Marco Mohrmann, zu ganz unterschiedlichen Einrichtungen in den Wahlkreisen, von der forensischen Psychiatrie in Brauel bis zur Jugendherberge in Rotenburg. Überall ging es darum, einen Blick hinter die Kulissen zu erhalten und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, die dort Verantwortung übernehmen und den Alltag gestalten.

Weiterlesen »

Biogas und Biomethan: Verlässliche Perspektiven für Niedersachsen

Biogas ist für Niedersachsen sowohl energiepolitisch als auch wirtschaftlich von besonderer Bedeutung: Es stärkt durch zusätzliche Einkommens- und Wertschöpfungseffekte landwirtschaftliche Betriebe und folglich den gesamten ländlichen Raum; zugleich ist es als regelbarer, dezentral verfügbarer und systemdienlicher Energieträger ein wichtiger Baustein für Versorgungssicherheit und Netzstabilität.
Niedersachsen verfügt bereits heute über rund 1,6 Gigawatt installierte Biogasleistung. Nach Einschätzung von Branchenvertretern besteht darüber hinaus weiteres Potenzial in vergleichbarer Größenordnung, ohne dass zusätzliche Anlagen errichtet oder weitere Inputstoffe eingesetzt werden müssten. Diese Spielräume müssen erhalten und nutzbar gemacht werden. Die gegenwärtigen Rahmenbedingungen werden der strategischen Bedeutung von Biogas und Biomethan jedoch nicht gerecht. Maßgeblich ist dies auf energiepolitische Fehlsteuerungen der früheren Ampel-Koalition zurückzuführen. Trotz einzelner Nachbesserungen sind die Rahmenbedingungen weiterhin von übermäßiger, volatiler Regulierung und fehlender Investitionssicherheit geprägt.
Erforderlich sind nun verlässliche und praxistaugliche Regelungen, die bestehende Wirtschaftlichkeit sichern sowie zugleich einen Beitrag zur Systemstabilität leisten.

Weiterlesen »

Dr. Marco Mohrmann

Dr. Marco Mohrmann

Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Bremervörde
CDU-Kreisverband Rotenburg

Lange Straße 23
27404 Zeven
Telefon: 04281 953 60 52
E-Mail: dialog@marco-mohrmann.de