Konsequentes Wolfsmanagement für Niedersachsen lässt auf sich warten

Mohrmann für entschlossene Maßnahmen zum Schutz der Weidetiere

Die CDU-Fraktion ist zutiefst besorgt über die anhaltende Verzögerungstaktik der Landesregierung bei den großen Linien des Wolfsmanagements. „Es ist unerlässlich, dass bei den immer weiter zunehmenden Wolfsübergriffen gehandelt und ein Wolfsmanagement eingeführt wird, das seinen Namen verdient“, sagt die umweltpolitische Sprecherin der CDU- Fraktion Verena Kämmerling. Auch nach den Vorgaben des Bundesamtes für Naturschutz für die Zahl notwendiger Rudel zur Feststellung des günstigen Erhaltungszustandes ist dieser in Niedersachsen lange gegeben, aktuell sind es schon rund 50 Rudel. „Deshalb ist ein regional differenzierter Ansatz von entscheidender Bedeutung, um den spezifischen Gegebenheiten vor Ort gerecht zu werden“, so Kämmerling weiter.

Auf der Ministerpräsidentenkonferenz am 6. September 2023 hat Ministerpräsident Weil den Vorstoß nach einem strikteren Wolfsmanagement noch unterstützt – umso enttäuschender ist es, dass Niedersachsen daraufhin im Bundesrat gegen den Antrag Bayerns gestimmt hat. Dieser hatte vorgesehen, alle Maßnahmen und Interpretationsräume auszuschöpfen, um den Schutzstatus des Wolfes in Deutschland absenken zu können und die Erklärung der Regierungschefs der Länder umzusetzen.

„Die Unstimmigkeiten zwischen SPD und Grünen in Niedersachsen lassen sich nicht mehr verbergen. Ebenso offensichtlich ist der fehlende Wille von Landwirtschaftsministerin Staudte sowie Umweltminister Meyer, nun endlich zum großen Wurf bei der Lösung der Wolfsproblematik auszuholen“, sagt Marco Mohrmann, der agrarpolitische Sprecher der CDU-Fraktion.

„Die CDU-Fraktion ruft die Landesregierung daher dazu auf, ihre Verzögerungstaktik sofort zu beenden und endlich entschlossene Maßnahmen zum Schutz unserer Weidetiere zu ergreifen. Das Ziel ist ein regional differenziertes europarechtskonformes Wolfsbestandsmanagement. Wir brauchen eine Herabstufung des Schutzstatus des Wolfes von ‚streng geschützt‘ auf ‚geschützt‘ sowie die Feststellung eines günstigen Erhaltungszustandes. Die heute vorgestellten Regeln zum sogenannten Schnellabschuss sind eben kein regional differenziertes Bestandsmanagement und reichen nicht aus, das Problem zu lösen. Darüber hinaus erwarten wir als CDU-Fraktion auch eine angemessene Finanzierung des präventiven Schutzes von Weidetieren sowie eine Anpassung der Höchstgrenze für Entschädigungen“, so Mohrmann abschließend.

Foto: Pixabay/Keyouest

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Dr. Marco Mohrmann

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